DVD Die Gezeichneten (1922)
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Zum Film DIE GEZEICHNETEN entstand in Dreyers früher Schaffensphase, es war der erste Film, den er außerhalb Dänemarks drehte, produziert von der Filmgesellschaft PRIMUS FILM, einer der kleinen Filmproduktionsfirmen, die kurz nach dem ersten Weltkrieg emporstrebten. Die Filmpremiere war am 7. Februar 1922 in Kopenhagen, die deutsche Erstaufführung fand am 23. Februar 1922 bei der Eröffnung des Primus-Palastes in der Potsdamer Straße in Berlin statt. Für den Auslandseinsatz wurde der Film umgeschnitten und mit internationalen Zwischentitelfassungen angeboten (englischsprachige Version: LOVE ONE ANOTHER, russische: POGROM). Gedreht wurde der Film in der Nähe von Berlin. In Groß-Lichtenfelde-Ost entstand eine Film-Stadt, die aus 25 verschiedenen Bauten bestand, mit einer Kommandatur, einer Synagoge und einer russischen Kirche wurden ein veritables Russen- und Judenviertel nachgebaut. Trotz offensichtlicher und von Dreyer immer wieder beklagter logistischer Schwierigkeiten beeindruckt der Film noch heute durch seine authentisch wirkenden Szenen des russischen Lebens zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie sie bis dahin kaum in einem Film zu sehen waren. Authentizität bekam der Film auch durch die Mitwirkung prominenter exilierter Schauspieler aus dem damaligen Russland, wie von HYPERLINK ",Polina Piekowskaja (Korsha-Theater, Moskau) oder HYPERLINK ",Vladimir Gajdarov (Künstlertheater Moskau). Für die Massenszenen wurden russische und jüdische Komparsen aus Berlin und Umgebung engagiert, oft Flüchtlinge, von denen noch keiner vor einer Kamera gestanden hatte, so brachten die meisten Mitwirkenden ihre Exilerfahrung in den Film ein. Bei seiner Verfilmung folgt Dreyer zum Teil sehr getreu dem 1914 erschienenen dänischen Roman ELSKER HVERANDRE / DIE GEZEICHNETEN, der in Deutschland kurz nach dem Ende des 1. Weltkriegs sehr populär war und 1922 eine Auflage von 35.000 Exemplaren erlebte. Der Roman zeichnet ein naturalistisches Bild der Kräfte und Bewegungen, die in der russischen Gesellschaft am Vorabend der bürgerlichen Revolution von 1905 virulent waren, und konkretisiert diese am Schicksal von fünf jungen Menschen, die sich im Strudel der historischen Ereignisse begegnen, finden und verlieren. In der zeitgenössischen Presse wird Dreyers Verfilmung als ',Großfilm', angekündigt. Im Original war der Film 2.833 m, was einer Filmdauer von 124 Minuten entspricht (bei 20 Bilder/Sec). Die aktuelle restaurierte Länge ist 2172 m, gleich 95',, es fehlen also 30 Minuten. Hält man Madelungs Romanvorlage dagegen, kann man sich gut vorstellen, dass Dreyer, möglicherweise inspiriert durch Griffith',s INTOLERANCE, ein großes Filmepos über den jahrhundertealten Kampf der Konfessionen im Sinn hatte, zugespitzt auf den historischen Wendepunkt der bürgerlichen Revolution in Russland von 1905, die die Emanzipation der Juden historisch ermöglicht, und mit der Dreyer zugleich den Identitätskonflikt von Jakow thematisiert, quasi stellvertretend für den Glaubensverlust in der anbrechenden Moderne. Gut vorstellbar ist auch, dass in der ursprünglichen zwei-Stunden-Fassung des Films eine sehr viel längere Exposition über die Einbettung der jüdischen Gemeinden im Alltagsleben des russischen Volks vor der Wende zum 20. Jahrhundert vorhanden war, in der nun vorliegenden restaurierten Fassung, die der russischen Exportversion der GEZEICHNETEN als der einzigen Überlieferung des Films folgt, wirkt der Anfang sehr fragmentarisch und führt mit wenigen Zwischentiteln nur stichwortartig in die Geschichte ein. Trotz aller Kürzungen macht sich die besondere Qualität des Films bemerkbar. Dreyer verdichtet die Geschichte in kammerspielhaften Tableaus und erzählt von den Erschütterungen zu Beginn der Moderne, vom Zusammenbruch der alten Welt und den damit einhergehenden Identitätskrisen. Fern jeder Melodramatik geht es um verhängnisvolle Vor
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