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Allgemeines: Brandenburg – Urlaub rund um Berlin

Wappen Berlin

Wo der "Alte Fritz", die Spreewald-Gurke, der Kranich und Fontane zuhause sind.

Eben noch im Berliner Zentrum – gleich darauf im Kurzurlaub. Ein Sprung ins wasserreichste Bundesland. Über die Havel segeln, durch den Scharmützelsee schwimmen und im Stechlinsee nach Unter-Wasser-Wäldern tauchen. Wieder auftauchen und in Sanssouci seine Sorgen vergessen, in Rheinsberg Tucholsky begegnen, auf dem Schiffshebewerk nach damals reisen. Oder von Brandenburgs Industriekultur einen Blick in die Zukunft werfen, auf schwimmende Häuser oder den liegenden Eiffelturm klettern. Auf Safari gehen in den Fließlabyrinthen des Spreewalds und auf der Flaeming-Skate die europaweit längste Inline-Strecke abfahren. Das ist Urlaub in Brandenburg.

Kultur und Natur liegen gleich neben Berlin. In zwölf Reiseregionen, von der Uckermark bis in den Spreewald, vom Havelland bis ins Seenland Oder-Spree.

Wer zählt, findet rund 3.000 Seen und 33.000 Kilometer lange Wasserläufe, von denen über 8.000 Kilometer als schiffbar gelten. Eine neu entstehende Seenlandschaft mit ca. 5.500 Hektar Wasserfläche wird in der Lausitz im ehemaligen Braunkohletagebau-Gebiet bis 2020 durch die Verbindung mehrerer Seen mit schiffbaren Kanälen wachsen.

In vielen Marinas sowie Hafendörfern und Hotels haben Gäste Wasserblick oder starten zur Brandenburg-Erkundung aus Wasserperspektive. Die Touren lassen sich mit Ausflügen auf dem Fahrrad kombinieren. Brandenburgs Streckennetz umfasst 7.000 Kilometer mit Fern- und regionalen Radwegen. Neun der deutschlandweit vierzehn zertifizierten Wege liegen hier, gleich mehrere Touren gehören zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands, so z.B. entlang von Oder und Neiße, von Berlin nach Kopenhagen oder auf dem Elbdeich.

Rund ein Drittel der Landesfläche sind Großschutzgebiete: 11 Naturparks, drei UNESCO-Biosphärenreservate und der Nationalpark Unteres Odertal warten auf Kranich-Beobachter, Rucksack-Touristen und Störche-Zähler.

Über Landesgrenzen hinweg bekannt ist das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald. Spätestens seit dem Kino-Erfolg „Good bye Lenin“ ist die Spreewald-Gurke selbst in Übersee buchstäblich in aller Munde. Ihre „Heimat“ ist ein Wald- und Wasserlabyrinth aus 970 Kilometern Fließen, entstanden nach der letzten Eiszeit. Zwischen Weidenwiesen und Wäldern trägt die Postbotin die Briefe bis heute mit dem Kahn aus. Farbenfrohe Trachten mit eckigen Hauben, Ortsschilder wie „Borkowy“ und „Blota“ zeugen von der sorbischen Tradition. Besucher „gondeln“ mit dem Kahn wie durch Venedig oder fahren mit dem Rad dem Gurkenradweg nach.

Die Landeshauptstadt Potsdam, das märkische Arkadien ist ein UNESCO-Gesamtkunstwerk mit 17 Schlössern. Weltbekannt sind Park und Schloss Sanssouci. Ein Besuch bei der Sommerresidenz Friedrich des Großen ist der beste Anlass sich auch die barocke Innenstadt, das Holländische Viertel, oder den modernen Kulturstandort Schiffbauergasse anzusehen. Cineasten besuchen den Filmpark Babelsberg, um Traumwerkern und ihren Regisseuren über die Schulter zu schauen.

Filmreif sind wohl auch Residenzen der Preußen-Könige, welche im ganzen Land zu finden sind. Schloss Oranienburg, Schauplatz der Landesgartenschau 2009 begeistert ebenso sehr wie Park und Schloss Branitz, wo Hermann Fürst von Pückler-Muskau einen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild anlegte. Aus dem Rokoko-Residenz Schloss Rheinsberg, in der Friedrich der Große seine Jugend verbrachte, machte dessen Bruder Prinz Heinrich einen Musenhof – der heute durch Darbietungen der Musikakademie und der Kammeroper wieder im neuen Glanz erstrahlt.

Weitere Informationen und aktuelle Reiseangebote zu Brandenburg finden Sie unter: www.Kurz-nah-weg.de/Brandenburg

Wissenswertes: Vom Bergbauland zum Lausitzer Seenland

Brandenburg

Seit 2000 hat die Internationale Bauausstellung den großflächigen Landschaftsumbau fachlich begleitet/ 2010 präsentiert sie ihre 30 Projekte in Europas größter Landschaftsbaustelle.

Der Abbau von Braunkohle hat seit rund 150 Jahren die Niederlausitz geprägt. Das „schwarze Gold“ brachte Arbeit und Wohlstand und so entwickelte die DDR die Region einst zum ostdeutschen Energiezentrum. Mensch und Landschaft zahlten jedoch einen hohen Preis. Ganze Dörfer, Produktionsstätten sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen mussten der Kohle weichen. Heimat und Natur wurden unwiderbringlich zerstört. Doch auf die Wiedervereinigung Deutschlands folgten gravierende energiepolitische und wirtschaftliche Einschnitte. Ein tiefgreifender Strukturwandel stand bevor. Menschen verloren ihre Arbeit, als Tagebaue und Industrieanlagen geschlossen wurden, verließen sie die Region. Seitdem steht die Sanierung einer Industrielandschaft auf dem Programm. Durch die Flutung ehemaliger Tagebaue formt sich, bestehend aus 30 Seen, die größte künstliche Seenlandschaft Europas. Das Lausitzer Seenland entsteht, eine neue Erholungslandschaft.

Die IBA begleitet die Prozesse und zeigte im internationalen Diskurs und mit regionalen Partnern auf, welche Zukunft es für Industrierelikte geben kann, wie die neue Wasserlandschaft Einzigartigkeit erlangen kann, welche Potenziale für Bergbaufolgelandschaften als reizvolle Natur-, innovative Energie- oder neue Kulturlandschaften bestehen, und wie „Zwischenlandschaften” des Bergbaus touristisch nutzbar gemacht werden können. IBA-Projekte wie das Besucherberwerk F60 in Lichterfeld, die Biotürme Lauchhammer, das Erlebniskraftwerk Plessa, die Slawenburg Raddusch, die IBA-Terrassen Großräschen, schwimmende Häuser und die Landmarke sind bereits zu starken Anziehungspunkten geworden. Auch wenn die IBA 2010 ihr Finale begeht, werden die Entwicklungen danach nicht abreißen. 2015 werden die ersten Kanäle fertig und ein grenzenloses Wasserwandern von Brandenburg nach Sachsen wird möglich sein. In den nächsten Jahren werden die Stadthäfen in Senftenberg und Großräschen entstehen, ein schwimmender Wohnhafen, ein Golfressort und viele weitere Projekte. So hinterlässt die IBA der Region auch Planungen für die Zukunft, darunter das Landschaftskunstwerk ‘Die Hand’, den 1000 Meter langen schwimmenden Steg oder das schwimmende Erlebniszentrum ‘Sonne’. In der Ausstellung ‘Die Neueroberung einer Landschaft’ auf den IBA-Terrassen kann man mehr zum Landschaftswandel und den IBA-Projekten erfahren. Von dort starten auch zwölf spannende Touren.

Im Finaljahr der IBA bieten zahlreiche Veranstaltungen Anlass, die Lausitz zu besuchen. Bis Oktober erwartet Besucher mit dem IBA-Kunstprojekt ‘Paradies 2’ ein außergewöhnliches Veranstaltungsprogramm, das „unter die Haut gehen” wird. Insgesamt sieben Veranstaltungen mit 20 Aufführungsterminen wurden vom Schweizer Künstler Jürg Montalta inszeniert. Unter seiner Regie werden Landschaften zur eindrucksvollen Bühne und die Menschen der Lausitz zu Künstlern. Weitere Schauplätze neben den IBA-Terrassen sind der Tagebau und die Bergbaustadt Welzow, das von Sielmanns Naturlandschaft berührte Schlabendorf, das Erlebnis-Kraftwerk Plessa, die Ruine der Stadt- und Hauptkirche in der geteilten Neißestadt Guben-Gubin, die Gelsenkirchner Allee im Cottbuser Stadtgebiet Sachsendorf-Madlow und der Sedlitzer See im Lausitzer Seenland. Darüber hinaus findet eine Vielzahl von Partnerveranstaltungen an den einzelnen IBA-Projekten statt.

Weitere Informationen: www.iba-see.de

Bilderbuch Brandenburg

Entdecken Sie das Land rund um Berlin! Unsere Bildergalerie lädt Sie zu Impressionen von dem Wasser-, Weite-, Schloss- und Radland ein.

 

FESTLICHES: Schlosskonzerte und Industriekultur

Berlin

Freiluft-Konzerte und Kultur-Events vor historischen Kulissen wie Schlössern und Klöstern sind Brandenburgs Markenzeichen. Die Potsdamer Schlössernacht, die Brandenburgischen Sommerkonzerte, der Theatersommer Netzeband oder die Elblandfestspiele Wittenberge – hier treffen sich nicht nur Berliner in Brandenburg.
Aber Brandenburg steht nicht nur für klassische Konzerte, für Preußen- und Hohenzollernkultur. Industriegeschichte ist im Ziegeleipark Mildenberg lebendig, wo seinerzeit die Steine für die Hauptstadt gebrannt wurden. Im Dieselkraftwerk Cottbus wird neuerdings Kunst gezeigt, mit dem Schiffshebewerk Niederfinow überwinden Schiffe damals wie heute 36 Meter Höhenunterschied am Oder-Havel-Kanal, die Förderbrücke F60 liegt wie der Eifelturm in der Niederlausitz und zeugt vom Kohleabbau der Region, wie auch Louise, die älteste Brikettfabrik Europas.

Hier erfahren Sie mehr: www.events-in-brandenburg.de

Weitere Veranstaltungen in ganz Deutschland finden Sie auch unter: www.kurz-nah-weg.de

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