Allgemeines: Thüringen - Kultur und Natur im Herzen Deutschlands.
„Wo noch in deutschen Landen findet man soviel Gutes auf so engem Fleck?“ Seit Goethe hat keiner die Vorzüge Thüringens treffender zusammengefasst: Abwechslungsreiche Landschaften, eine sagenhafte Dichte an Burgen und Schlössern, die vorzügliche Thüringer Küche und stets neue kulturelle Leckerbissen.
Der Freistaat Thüringen, mit seinen fast 2,3 Millionen Einwohnern, wurde 1990 aus den drei DDR-Bezirken Gera, Suhl und Erfurt sowie aus einigen angrenzenden Gebieten wiedergegründet. Seitdem ist Thüringen auf der Landkarte ganz einfach zu finden: direkt in der Mitte Deutschlands.
Mit sage und schreibe 16 Punkten auf der Welterbe-Liste der UNESCO bietet Thüringen seinen Besuchern eine grenzenlose Vielfalt an Kulturdenkmälern und historischen Schauplätzen. Da begegnet man schnell wieder Herrn Goethe oder seinem Wegbegleiter Schiller, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährt. Auch an Martin Luther und Johann Sebastian Bach werden Sie bei Ihrem nächsten Thüringen-Besuch nicht vorbei kommen.
Thüringen ist bei den beliebtesten Wanderregionen Deutschlands unter den Top 10 zu finden und der Rennsteig ist der bekannteste deutsche Wanderweg. Die Voraussetzungen für einen Wanderurlaub in Thüringen sind ideal: eine abwechslungsreiche Landschaft mit Bergen von fast tausend Metern Höhe, unzählige Wiesen und schier endlose Wälder, Naturparks wie der Thüringer Wald oder der Nationalpark Hainich und mehr als 16.000 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege.
Weitere Informationen zu Thüringen finden Sie auch unter: www.kurz-nah-weg.de/thueringen
Wissenswertes: Von Bauhaus bis Trabi.
Sie interessieren sich auch für Architektur und Design? Dann feiern Sie zusammen mit der Stadt Weimar einen weiteren großen Geburtstag. Vor 90 Jahren gründete hier Walter Gropius das weltberühmte Staatliche Bauhaus. In Jena, eher bekannt für die Friedrich-Schiller-Universität und Carl Zeiss, schlägt das Architektur-Herz vor dem „Bau 15“ aus dem Jahr 1915 besonders hoch. Das Gebäude gilt mit seinen 42 Metern als das älteste Hochhaus in ganz Deutschland und wurde von Friedrich Pützer nach amerikanischem Vorbild errichtet. Ein paar Jahre mehr hat da die historische Krämerbrücke in der Landeshauptstadt Erfurt aufzuweisen. Sie ist die längste, noch komplett erhaltene und bebaute Brückenstraße Europas und bis heute ein wahrer Publikumsmagnet.
Wer es etwas moderner und technischer mag, sollte sich eine Fahrt mit der Oberweißbacher Bergbahn, der steilsten Standseil-Normalspurbahn der Welt gönnen. Technisch geht es ebenfalls im Fahrzeugmuseum der Stadt Suhl zu, wo diverse Simson-Motorräder der Europa- und Weltmeister sowie der legendäre Greifzu-Rennwagen ausgestellt sind. Nicht ganz so schnell unterwegs, dafür mit Kultstatus versehen, werden die teilweise recht schrillen und außergewöhnlichen Varianten des „Trabis“ im „Trabiparadies Weberstedt“ gezeigt. Die „Rennpappe“ bekommt hier einen würdigen Platz und viele exklusive Modelle, wie z.B. der Trabi als Feuerwehrwagen oder mit Pool und Bar ausgestattet, sind besonders sehenswert.
Bilderbuch Thüringen.
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Festliches: Der Sommergewinn in Eisenach.
Der Sommergewinn ist ein uraltes Heimatfest, dessen Ursprung in einem slawischen Frühlingsfest oder in einem germanischen Kultbrauch zu suchen ist. Genaueres zum Ursprung lässt sich nicht sagen, da alle Aufzeichnungen durch einen Brand im Archiv der Stadt Eisenach im Jahre 1636 vernichtet wurden.
Bereits im Altertum kannte man den Brauch des Winter-austreibens und des Sommereinholens. Im Mittelalter wurde dieser Brauch auch als Todaustreiben beschrieben, wohl in Verbindung zur Pest. Der Brauch des Sommer-gewinnens stammt aus einer Zeit, zu der man nur zwei Jahreszeiten, nämlich Sommer und Winter unterschied.
Der älteste heute bekannte Bericht über den Eisenacher Sommergewinn stammt aus dem Jahre 1704 und beschreibt, wie ein Rad, an welches man einen Strohmann band, entzündet und ins Tal hinabgerollt wurde. Das Rad symbolisierte die rollende Sonne, die Licht und Wärme zu den Menschen bringen sollte. Dieses Feuerrad ist auch heute noch Bestandteil des jährlich stattfindenden Festzuges, welchen es seit 1897 gibt und der den Höhepunkt des Sommergewinns darstellt. An dessen Ende liefern sich Frau Sunna und Herr Winter ein Streitgespräch auf dem Eisenacher Marktplatz. Dabei unterliegt der Winter und wird symbolisch als Strohpuppe verbrannt. Der Festzug findet immer drei Wochen vor Ostern, am Samstag vor Lätare statt.
Der große Festzug findet in diesem Jahr am 21. März, 14 Uhr statt und steht unter dem Titel „Steine und ihre Geschichte“ und wird aus etwa 1000 Mitwirkenden, 12 Kapellen und Spielmannszügen sowie über 100 Pferden bestehen.
www.thueringen-tourismus.de
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