Allgemeines: Schleswig-Holstein – "Dat se bliven ewich tosamende ungedelt".
Ewig ungeteilt zusammen bleiben – diese „Ehe“ zwischen Schleswig und Holstein wurde bereits 1460 unter König Christian I. von Dänemark besiegelt und prägt noch heute das Land zwischen den Meeren.
Die ca. 2,8 Millionen Einwohner des Landes leben auf einer Gesamtfläche von 15.772 km², verteilt auf das Festland sowie auf mehrere Halligen wie Hallig Hooge oder Langeneß, die Nordseeinseln Amrum, Föhr, Helgoland, Nordstrand, Pellworm und Sylt sowie die einzige schleswig-holsteinische Ostseeinsel Fehmarn. Typisch nordisch gibt es jedoch entgegen aller Behauptungen nicht, hat es doch seit Jahrhunderten viele neue Bewohner aus aller Herren Länder nach Schleswig-Holstein gezogen, die dem Land eine bunte Vielfalt beschert haben. Da ist man z.B. Friese oder Dithmarscher, Angeliter oder Lauenburger, kommt von der Geest oder aus den Marschen, aus Eiderstedt oder Schwansen. Und aus Lübeck. Und aus Kiel. Kein Wunder, dass es da auch sprachlich gesehen nicht nur einfach „Plattdeutsch“ gibt. Man unterscheidet z.B. zwischen Nord-, Ost- und Westfriesisch sowie zwischen fünf festlandsnordfriesischen Dialekten. Ganz zu schweigen von den einzelnen Hauptdialekten in Nordfriesland – für jede Insel einen (Sölring auf Sylt, Fering auf Föhr, Öömrang auf Amrum, Halunder auf Helgoland).
Vielfältig wie die Dialekte ist auch das Land selbst. Viele Gäste schwärmen, in Schleswig-Holstein sei der Himmel blauer und höher, das Wolkenspiel bewegter und die Farben satter als im übrigen Bundesgebiet. Durchzogen von Flüssen und umgeben vom Meer – das Element spielt sowohl für Besucher als auch für Einheimische seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle.
Das Element Wasser bestimmt auch das Leben in der Landeshauptstadt Kiel. Die hiesige Förde reicht bis ins Zentrum und die maritime Geschichte der Stadt gilt es im Kieler Schifffahrtsmuseum, in einer der einstigen Fischhallen am Fördeufer gelegen, zu erkunden. Die „Königin der Hanse“ - Lübeck - zählt sogar zu den Weltkulturerbe-Stätten der UNESCO, während Friedrichstadt, eine alte Holländerstadt, von den Einheimischen wegen der vielen Kanäle und Brücken liebevoll auch gern als „Amsterdam des Nordens“ bezeichnet wird.
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Wissenswertes: Rumstadt und Halligwelt.
Flüssiges anderer Art erwartet die Gäste in Flensburg, der Rumstadt. Dieser Ruf reicht weit bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück.
Flensburg – damals Teil des Königreiches Dänemark – genoss die Vorteile, die die Neutralität Dänemarks sicherstellte. Auch auf den Weltmeeren: Die neutrale dänische Flagge (der Danebrog) bot den Schiffen aus Flensburg Schutz.
In Flensburg wurde das Zuckerrohr von den Jungferninseln in Zuckerraffinerien zu Zucker verarbeitet. Als Nebenprodukt fällt dabei Rum an, welcher in den Schnapsbrennereien auf angenehme Trinkstärke herabgesetzt wurde. Seit 1993 befindet sich das Rum-Museum im Keller des Schifffahrtsmuseums.
Oder Sie erkunden die Halligen, die „schwimmenden Träume“, wie Theodor Storm sie einst nannte, zum Beispiel von der Nordseeinsel Pellworm aus. Sturmerprobt auch bei „Land unter” trotzen die zehn Halligen im Wattenmeer bis heute noch jedem Wetter. Im Gegensatz zu den Nordseeinseln sind sie nicht aus einem eiszeitlichen Geestkern entstanden, sondern haben sich erst nach den beiden großen Sturmfluten des Mittelalters aus Schlick aufgetürmt – das macht sie zu einem weltweit einzigartigen Phänomen.
Wer auf einer der bewohnten Halligen Urlaub macht, der ist fast allein mit Wind, Wellen und einzigartigem Wolkenspiel. Und auch wenn es bei einer Sturmflut „Land unter“ heißt – nasse Füße holt sich hier niemand, denn die Hallig-Häuser sind zum Schutz auf Wohnhügeln — den „Warften“ — gebaut.
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Bilderbuch Schleswig-Holstein.
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Festliches: Biikebrennen in Nordfriesland.
Jedes Jahr am 21. Februar treffen sich die Friesen zu einem der wichtigsten Volksfeste des Nordens. Mit dem „Biikebrennen“, dem großen Lagerfeuer, wurden früher die Walfänger verabschiedet, bevor sie am nächsten Tag, dem Petritag, ausfuhren. Die lodernden Flammen sollten seit jeher aber auch die bösen Geister des Winters austreiben.
Die Biike geht bis auf heidnische Zeiten zurück. Schon vor 2000 Jahren sollte der Opferbrand den Gott Wotan gnädig stimmen und ihn dazu bewegen, die ungeliebte eisige Jahreszeit zu beenden. Von diesem Ursprung hat sich bis heute hie und da der Brauch erhalten, eine Strohpuppe mit zu verbrennen. Aber die Feuer leuchteten auch nach der Christianisierung weiter über die See: Der 22. Februar wurde zu Ehren des Schutzpatrons der Fischer zum Petritag. Seit dem 17. Jh. war dann die Biike den nach langem Winter wieder auslaufenden nordfriesischen Walfängern Abschiedsgruß der Heimat. Und weil man vor der lebensgefährlichen Fangsaison alle Rechtsfragen geordnet haben wollte, wurde gleich noch Gerichtstag gehalten.
Beim Biikebrennen, dem ältesten nordfriesischen Brauch, sind die Einheimischen bis heute mit Begeisterung dabei und wenn der riesige Holzstoß dann heruntergebrannt ist, treffen sich die Nordfriesen und ihre Gäste zum deftigen Grünkohlessen mit Kasseler und Schweinebacke, Teepunsch und Grog.
Sie sind zum Biikebrennen und Petritag herzlich willkommen. Biikefeuer werden im gesamten Küsten- und Inselbereich Nordfrieslands entfacht. In Pellworm zum Beispiel erleben Sie diesen Brauch direkt am Deich Süderkoog. Begonnen wird schon ab 16 Uhr mit einem Erzählnachmittag rund um die Biike. Um 18 Uhr wird dann das Feuer entfacht und eine traditionelle Feuerrede gehalten. Besuchen Sie Schleswig-Holstein zum Nationalfest der Friesen - jetzt auch als Prämien-Höhepunkt der DeutschlandCard für Sie!
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